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Wärmepumpenstrom: Tarife, Kosten und §14a-Rabatt

Eine Wärmepumpe braucht im Jahr schnell so viel Strom wie der ganze Haushalt. Mit einem eigenen Wärmepumpentarif und dem richtigen Netzentgelt-Modul zahlst du dafür deutlich weniger. Hier rechnest du deine Kosten aus und findest passende Tarife.

  • Stand 21.10.2026
  • Lesezeit ca. 5 Minuten
Haushaltsstrom heute
35,93 ct/kWh
Ø geprüfte Neukundentarife
Netzentgelt mit Modul 2
−60 %
pro kWh, mit eigenem Zähler
Verbrauch Einfamilienhaus
2.000–6.000 kWh
je nach Dämmung und Wärmepumpe
Eigener Tarif lohnt ab
≈ 3.000 kWh
wegen Grundpreis für den 2. Zähler

Was kostet deine Wärmepumpe im Jahr?

Der Rechner schätzt den Stromverbrauch aus Wohnfläche, Dämmung und Art der Wärmepumpe und vergleicht die Kosten mit Haushaltsstrom und mit einem Wärmepumpentarif. Es wird nichts gespeichert.

Gebäude
Wärmepumpe

Haushaltsstrom: Schnitt der Neukundentarife, die wir heute geprüft haben. Wärmepumpentarif und Zählergebühr sind Beispielwerte – trag die Preise aus deinem Angebot ein.

Strom für die Wärmepumpe–
Ersparnis im Jahr–

Schätzung: Heizwärme = Fläche × Bedarf je m², Warmwasser 600 kWh je Person, geteilt durch die typische Jahresarbeitszahl.

Wärmepumpentarife unserer Partner

Diese Anbieter haben eigene Tarife für Wärmepumpen. Die Preise hängen vom Netzgebiet ab – du siehst sie nach Eingabe deiner Postleitzahl beim Anbieter. Für Links auf dieser Seite erhalten wir eine Provision, wenn du einen Vertrag abschließt. Für dich ändert sich der Preis dadurch nicht.

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Octopus Heat von Octopus Energy

bundesweit

  • Täglich 8 Stunden günstiger: 2–6 und 12–16 Uhr
  • Auch für den Haushaltsstrom nutzbar, 100 % Ökostrom
  • Smart Meter nötig, Einbau übernimmt Octopus
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Dynamischer Stromtarif von Rabot Energy

bundesweit, dynamischer Tarif

  • Börsenpreis im Viertelstundentakt, Haushalt und Wärmepumpe in einem Tarif
  • Monatlich kündbar, 100 % Ökostrom
  • Smart Meter über Rabot bestellbar, die App zeigt die günstigen Stunden
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Wärmepumpenstrom von MAINGAU Energie

bundesweit

  • Wärmepumpentarif für Anlagen mit eigenem Zähler
  • Kundenvorteile, z. B. E-Auto laden zum Vorteilspreis
  • Über 115 Jahre Erfahrung in der Energiebranche
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Wärmestrom von enviaM

Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg

  • Regionaler Versorger in Ostdeutschland
  • Eigene Wärmestrom-Tarife für Wärmepumpen
  • Persönliche Beratung vor Ort
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Volkswagen Naturstrom Flex von Elli (Volkswagen Group Charging)

bundesweit, dynamischer Tarif

  • Preis folgt der Strombörse, viertelstündlich abgerechnet
  • Monatlich kündbar, Smart Meter nötig
  • Für Wärmepumpen mit Pufferspeicher, die Zeiten verschieben können
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Nicht dabei sind Grundversorger und Stadtwerke. Frag auch bei deinem örtlichen Versorger nach einem Wärmepumpentarif und vergleiche mit dem Rechner oben.

Die drei Module nach §14a EnWG

Seit 2024 müssen neue Wärmepumpen steuerbar sein: Der Netzbetreiber darf ihre Leistung bei Engpässen vorübergehend auf 4,2 kW begrenzen. Dafür zahlst du weniger Netzentgelt. Welches Modul du nutzt, entscheidest du.

Modul 1

Pauschaler Rabatt

Fester Betrag pro Jahr weniger Netzentgelt, je nach Netzbetreiber meist über 100 €. Kein eigener Zähler nötig: Die Wärmepumpe läuft über den Hauszähler. Gilt automatisch, wenn du nichts anderes wählst.

Passt für: kleinen Verbrauch, kein Platz für einen zweiten Zähler.

Modul 2

60 % weniger Netzentgelt pro kWh

Das Netzentgelt pro Kilowattstunde sinkt um 60 %. Dafür braucht die Wärmepumpe einen eigenen Zähler. Zusammen mit einem Wärmepumpentarif sinkt der Preis pro kWh spürbar.

Passt für: hohen Verbrauch ab etwa 3.000 kWh, Altbau, große Häuser.

Modul 3

Zeitvariables Netzentgelt

Zusätzlich zu Modul 1 möglich: Das Netzentgelt ist je nach Tageszeit niedriger oder höher. Braucht ein intelligentes Messsystem (Smart Meter) und lohnt sich, wenn die Wärmepumpe Zeiten verschieben kann.

Passt für: Häuser mit Pufferspeicher, Kombination mit dynamischem Tarif.

Eigener Zähler oder Hausstrom?

Mit eigenem Zähler bekommst du einen günstigeren Arbeitspreis und Modul 2, zahlst aber einen zweiten Grundpreis und einmalig für den Zählerplatz. Ohne eigenen Zähler läuft die Wärmepumpe über den normalen Hausstromtarif und du nutzt Modul 1.

  • Eigener Zähler lohnt sich, wenn die Wärmepumpe mehr als etwa 3.000 kWh im Jahr braucht.
  • Ein Zähler reicht bei sehr gut gedämmten Häusern mit wenig Verbrauch, oder wenn du eine PV-Anlage hast und den Solarstrom auch für die Wärmepumpe nutzen willst.
  • Sperrzeiten aus alten Verträgen gibt es bei neuen Anlagen nicht mehr: Statt fester Abschaltzeiten darf nur noch gedrosselt werden.

Die zwei Varianten im Überblick

HauszählerEigener Zähler
ArbeitspreisHaushaltsstromWärmepumpentarif
§14a-Modul1 (+ 3)2
Grundpreiseinmalzweimal
PV-Strom nutzbarjanur mit Kaskade
Lohnt ab–≈ 3.000 kWh

Wärmepumpe mit dynamischem Stromtarif

Ein dynamischer Tarif gibt den Börsenpreis Stunde für Stunde weiter. Wärmepumpen mit Pufferspeicher heizen dann gezielt in günstigen Stunden, oft mittags bei viel Solarstrom oder nachts. Wann Strom heute und morgen günstig ist, siehst du auf unserer Seite zum Börsenstrompreis.

Günstige Stunden ansehen

Häufige Fragen zum Wärmepumpenstrom

Was ist Wärmepumpenstrom?
Ein Stromtarif nur für die Wärmepumpe. Die Wärmepumpe bekommt dafür einen eigenen Zähler. Weil der Netzbetreiber die Wärmepumpe bei Engpässen kurzzeitig drosseln darf, fallen geringere Netzentgelte an. Deshalb ist Wärmepumpenstrom meist mehrere Cent pro Kilowattstunde günstiger als normaler Haushaltsstrom.
Lohnt sich ein eigener Zähler für die Wärmepumpe?
Meist ab etwa 3.000 kWh Wärmepumpenstrom im Jahr. Darunter frisst der zusätzliche Grundpreis für den zweiten Zähler die Ersparnis beim Arbeitspreis oft auf. Für ein Einfamilienhaus mit 120 bis 150 m² liegt der Verbrauch fast immer darüber.
Was ist §14a EnWG?
Seit 2024 gilt: Neue Wärmepumpen, Wallboxen und Batteriespeicher mit mehr als 4,2 kW müssen steuerbar sein. Der Netzbetreiber darf ihre Leistung bei drohender Überlastung vorübergehend auf 4,2 kW begrenzen, ganz abschalten darf er sie nicht. Im Gegenzug zahlst du weniger Netzentgelt, je nach gewähltem Modul.
Welches §14a-Modul ist das richtige?
Modul 1 (pauschaler Rabatt) passt, wenn die Wärmepumpe über den normalen Hauszähler läuft. Modul 2 (60 % weniger Netzentgelt pro Kilowattstunde) braucht einen eigenen Zähler und lohnt sich bei hohem Verbrauch. Modul 3 ergänzt Modul 1 um zeitabhängige Netzentgelte und braucht ein intelligentes Messsystem.
Kann ich für die Wärmepumpe einen dynamischen Tarif nutzen?
Ja. Mit einem dynamischen oder zeitvariablen Tarif läuft die Wärmepumpe bevorzugt in Stunden mit niedrigem Börsenpreis. Gut gedämmte Häuser und Wärmepumpen mit Pufferspeicher können das gut ausnutzen. Voraussetzung ist ein intelligentes Messsystem.
Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe?
Grob gilt: Wärmebedarf des Hauses geteilt durch die Jahresarbeitszahl. Ein Neubau mit 140 m² braucht etwa 7.000 kWh Wärme im Jahr, mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe (Jahresarbeitszahl 3,5) sind das rund 2.000 kWh Strom. Ein unsanierter Altbau gleicher Größe kann auf 6.000 kWh und mehr kommen.

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